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Samstag, 23.09.2017

FMI fordert Abbau der Mindestlohn-Bürokratie

Fachverband für multimediale Informationsverarbeitung e.V. kritisiert Misstrauen gegenüber ehrbaren Unternehmern

“Der Mindestlohn-Verwaltungsaufwand in unseren Betrieben ist unzumutbar. Seit einigen Wochen steht das Telefon in der Verbandsgeschäftsstelle nicht mehr still,“ so FMI-Geschäftsführer Achim Carius aus Frankfurt am Main. Die überregional vertretenen Scan- und Archivierungsdienstleister plagen sich zur Zeit mit den unterschiedlichsten Eigenerklärungen, die ihre Kunden zum Thema Mindestlohn einfordern. “Mangels Mustererklärung des Ministeriums formuliert jedes Unternehmen selbst, was zu übertriebenen Inhalten führt”, so der Verband.

Tatsächlich verlangen Unternehmen in wechselseitigen Mindestlohn-Erklärungen häufig sogar ein Einsichtsrecht in die Lohnaufzeichnungen des anderen Betriebes und machen davon die Zahlung von Rechnungen abhängig. Diesen Verstoß gegen Datenschutzgesetze der Länder und des Bundes “sollte keiner unterschreiben”, so der FMI. Die Verpflichtung zur Abgabe gegenseitiger Erklärungen schürt das Misstrauen im Wirtschaftsleben. Eine klare gesetzliche Regelung reiche aus, an die hielten sich alle Mitglieder, so der Verband.

„Aus diesem aufgeblähten Bürokratie-Aufwand spricht ein tiefes Misstrauen der Bundesarbeitsministerin gegenüber Firmenchefs von vier Millionen Unternehmern in Deutschland, die ca. 33 Millionen Mitarbeiter beschäftigen. Sie stellt diese unter Generalverdacht, das Mindestlohngesetz umgehen zu wollen. Anlässlich des jüngsten FMI-Treffens beim Mitglied Netcontrol in Breisach sowie in der Universitätsbibliothek Freiburg beschlossen die FMI-Mitglieder, die Bundesarbeitsministerin zur schnellen Nachbesserung beim Thema Mindestlohn aufzufordern.

Dienstag, 10.02.2015 08:03 08:03 Alter: 3 Years